
Die seit Monaten anhaltende Diskussion der Eignung unterschiedlichster Messmethoden zur Ermittlung des Feuchtegehaltes im Estrich hat nunmehr einen Expertenkreis veranlasst, in einer Presseerklärung hierzu Stellung zu nehmen.
Der im Jahre 2009 konstituierte "Arbeitskreis Feuchtemessung" setzt sich aus Sachverständigen und Vertretern von Handwerk, Wissenschaft und Industrie zusammen. Ziel dieses Arbeitskreises ist die neutrale, fundierte Untersuchung der Eignung der am Markt und in der Entwickung befindlichen Messmethoden zur Feststellung der Belegreife von Estrichen.
Die Erkenntnisse des Arbeitskreises beruhen sowohl auf technisch - wissenschaftlichen Untersuchungen als auch auf handwerklich - praktischen Erfahrungen.
Nach eingehenden Auswertungen und Erörterungen umfangreicher Untersuchungen mit verschiedensten Messmethoden stellt der Arbeitskreis auf Grundlage dieser Ergebnisse bezüglich der Feuchtebestimmung an mineralischen Estrichen fest:
"Die Calciumcarbid-Methode ist wissenschaftlich untersucht, ihre Funktionsfähigkeit empirisch belegt und hat sich in der Baupraxis bewährt. Bei sach- und fachgerechter Anwendung entspricht die Calciumcarbid-Methode bezüglich der Beurteilung der Belegreife (Feuchtegehalt) von Zement- und Calciumsulfat-Estrichen den allgemein anerkannten Regeln der Fußbodentechnik"
Der Arbeitskreis weist darauf hin, dass die Durchführung der Messung und Beurteilung der Belegreife gemäß den Merkblättern der Fachverbände zu erfolgen hat. Vom Standard abweichende Messdurchführungen und Korrekturen von CM-Messergebnissen sind kritisch zu bewerten, weil ihre Richtigkeit bisher nicht wissenschaftlich erwiesen sind. Es sind daher weiterhin grundsätzlich bei jeder Überschreitung der nominalen Grenzwerte der Belegreife Bedenken geltend zu machen. Dies gilt auch für Estriche mit trocknungsbeschleunigenden Zusätzen.
Zusätzliche Messverfahren und deren Bewertung sind weiterhin Thema im Arbeitskreis. (9. Juli 2010)
Lesen Sie hier den Beitrag aus der »Fussboden Technik« Ausgabe 5/2010 »